#1 Atmen und Aushalten

Shownotes

In dieser Folge: – Wofür es eine Sternenkindermappe braucht – Warum Atmen manchmal genug ist – Trauer als eine Form von Liebe – Die vier Zeiträume: vor dem Abschied, beim Abschied, nach dem Abschied und für immer Hinweis: Diese Folge ist eine Einladung. Es ist nicht nötig, jetzt etwas zu tun oder zu entscheiden. Die Sternenkindermappe darf Zeit haben – ein Jahr oder länger. Weitere Informationen: www.sternenkinder.org Kostenfreie Materialien und die Kompaktversion der Sternenkindermappe

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Tanja Wirnitzer

Sternenkindermappe Kompakt

Was Eltern und Mitfühlende tun können

Vor dem Abschied

Beim Abschied

Nach dem Abschied

Für immer

Tanja Wirnitzer ist Mutter von zwei Sternenkindern.

Wofür eine Sternenkindermappe?

Wenn Eltern ihre Kinder überleben, ist das falsch. Und es bleibt falsch.

Immer. Was anfangs vollkommen reicht, ist:

Atmen.

Der Tod als Abschied von einem Kind wird nach Aufmerksamkeit verlangen. Früher oder später. Laut oder leise. Von allen:

Den Eltern des Sternenkindes. Den Mitfühlenden. Den Mitdenkenden.

Was für jede Person gilt:

Aushalten.

Wir sind dem Tod und damit dem Abschied ausgeliefert. Wir können aber entscheiden, wie wir mit ihm umgehen.

Wenn es um den Tod eines Kindes geht, ergeben sich besondere Orientierungsfragen und Handlungsmöglichkeiten.

Die Sternenkindermappe begleitet Eltern und Mitfühlende im Leben mit der Trauer. Sie beschreibt Trauer als eine Form von Liebe und dient dazu, den eigenen Weg zu finden. Sie soll ein Werkzeugkasten sein, aus dem jede Person selbst versuchen kann zu wählen, in welchem Tempo und wie sich ihr Weg gestaltet.

Die Sternenkindermappe gibt Eltern Schritte an die Hand, um ihren eigenen Weg zu finden. Mitfühlenden bietet sie Anregungen, um auf diesem Weg zu begleiten. Nicht jeder Schritt passt zu jeder Zeit – doch manche werden kostbar. Darum lohnt es sich, die Mappe ein Jahr lang aufzubewahren.

Inhaltsverzeichnis

Wofür eine Sternenkindermappe?

Vorwort

Vor dem Abschied

Eltern

Mitfühlende

Beim Abschied

Eltern

Mitfühlende

Nach dem Abschied

Eltern

Mitfühlende

Für immer

Eltern

Mitfühlende

Zitate von Eltern

Angebote von Initiativen

Sternenkinder und .org

Vorwort

Liebe Eltern des Sternenkindes und Mitfühlende,

vor meinen Sternenkindern kannte ich den Begriff nicht und es hat mich viel gekostet, zu begreifen, was er bedeutet. Diesen Weg möchte ich anderen erleichtern.

Nicht wenige glauben, sie seien allein vom Tod ihres Kindes betroffen. Wäre der Tod kein Tabuthema, wüssten viele: Fast jedes 2. Elternpaar musste sich von einem oder mehreren Kindern verabschieden. Und nicht nur die Eltern. Sternenkinder haben Großeltern und Geschwister - eine ganze Familie. Und diese Familie hat Menschen als Freunde, im Arbeitsteam, in der Nachbarschaft – das ganze Umfeld ist betroffen.

Jede dieser Personen führt ihre eigene Beziehung zu diesem Sternenkind, weil Trauer Liebe ist. Und jede Liebe ist einzigartig. Und jede Person liebt anders. Deshalb wende ich mich auch an alle Mitfühlenden und Mitdenkenden. Denn die Frage „Was kann ich tun?“ lässt sich für alle beantworten.

Immer aus Liebe. Immer wieder neu. Immer wieder anders.

Darum gliedert sich die Sternenkindermappe in vier Zeiträume: vor dem Abschied, beim Abschied, nach dem Abschied – und für immer. Es ist wichtig zu wissen, wie viel getan werden kann. Nur wenn wir gar nichts tun, lassen wir einander allein und schließen einander aus. Die Sorge etwas falsch zu machen, ist unbegründet. Was falsch ist – und es für immer bleiben wird – ist, was geschehen ist: Ein Kind ist tot.

Seit dem Tod als Abschied von meinen Sternenkindern bin ich überzeugt:

Es ist besser, etwas Falsches zu sagen oder zu tun, als zu schweigen.

Unpassendes und Verletzendes lässt sich vergeben –

mit Zeit, mit Blickwinkeln, mit Mitgefühl.

Ohne Worte oder Gesten geben wir dem Falschen noch mehr Macht,

unsere Verbindung zueinander bleibt beim Falschen stehen –

gleichzeitig zwingt das Leben weiterzugehen.

Diesen Weg mitzugestalten – darum geht in der Sternenkindermappe.

Befreien wir das Tabu.

Indem wir es loslassen.

Indem wir uns öffnen.

Indem wir gemeinsam trauern -

und Trauer als Liebe leben.

Tanja von sternenkinder.org „Ich fühle nichts. Mein Kind wird sterben.“

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